Muster niederschrift gesellschafterversammlung gmbh

Ja, durch einstimmigen schriftlichen Beschluss aller Gesellschafter. Dieser Beschluss sollte folgende Inhalte haben: Die Dokumentationsverpflichtung im dritten Absatz von § 48 „… unverzüglich nach Beschlußfassung eine Niederschrift aufzunehmen und zu unterschreiben“ verfolgt vor allem den Zweck, den allgemeinen Rechtsverkehr vor missbräuchlichen und willkürlichen Rechtshandlungen eines Alleingesellschafters zu schützen. Denn es ist nicht der einzelne Gesellschafter, auch nicht, wenn er eine kontrollierende Mehrheit hat, der einem Geschäftsführer Weisungen erteilen oder Informationen abfordern kann. Es ist die Gesellschafterversammlung, welche diese Rechte hat. Jeder Gesellschafter muss also zuerst die hier erläuterten Willensbildungs- und Abstimmungsvorgänge durchlaufen, bevor er auf die Geschäftsführung Einfluss nehmen kann. Die Tagesordnung umfasst alle Sachverhalte, über die per Gesellschafterbeschluss zu entscheiden ist. Die Tagesordnungspunkte werden im Vorfeld der Gesellschafterversammlung festgelegt. Das ist in der Regel die Aufgabe des Geschäftsführers. Der vom Versammlungsleiter so festgestellte Beschlussinhalt ist verbindlich und kann anschließend nur noch mit einer Anfechtungsklage beseitigt werden. Die Gesellschafter müssen bereits vor der Gesellschafterversammlung wissen, zu welchem Zweck sie stattfinden soll, um sich sachgerecht vorbereiten zu können. Die „Tagesordnung“ der Gesellschafterversammlung ist daher möglichst bereits im Ladungsschreiben selbst mitzuteilen.

Dementsprechend wurde im neuen § 51a GmbHG ein eigenes (limitiertes) Auskunfts- und Einsichtsrecht des einzelnen Gesellschafters gegenüber der Geschäftsführung statuiert. Werden in der Gesellschafterversammlung Beschlüsse gefasst, ohne dass deren Gegenstand in der Tagesordnung genau angekündigt wurde, haben abwesende Gesellschafter grundsätzlich das Recht auf Anfechtung – mit sehr guten Erfolgsaussichten. Auch die Durchführung der außerordentlichen Gesellschafterversammlung ist identisch mit der Vorgehensweise bei der ordentlichen Gesellschafterversammlung. Laden Sie sich gerne das folgende Muster für die Einberufung einer außerordentlichen Gesellschafterversammlung herunter. Streitigkeiten innerhalb des Gesellschafterkreises sind bei Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften immer möglich. Wir geben Ihnen hier handfestes Praxiswissen an die Hand, wie Sie Gesellschafterkonflikten vorbeugen und Konflikte konstruktiv bewältigen. Dabei findet die Dokumentationsvorschrift des § 48 Abs. 3 GmbHG nicht nur auf die beiden im Gesetz ausdrücklich genannten Fälle Anwendung, sondern entsprechend auch auf weitere Fälle der Konzentration der Willensbildung auf eine einzige Person: Er sorgt dafür, dass die TOPs ausreichend erörtert werden, dass jeder Gesellschafter gehört und ordnungsgemäß abgestimmt und das Ergebnis festgestellt wird. Nicht notwendig ist es, bereits in der Tagesordnung die ausformulierten Beschlussvorschläge zu übermitteln. Es ist daher zu überlegen, bei der Gründung nicht immer nur auf Standard-Satzungen zu vertrauen, sondern in eine Beratung für eine individuelle Satzung zu investieren. Insbesondere sind auch solche Gesellschafter einzuladen, die wegen eines Stimmverbots bei einem Teil oder allen Beschlussgegenständen nicht an der Abstimmung teilnehmen dürfen.

Unterschreiben die Gesellschafter am Ende der Versammlung den Beschluss, stimmen Sie dem Protokoll und der darin dokumentierten Beschlussfassung zu. Nachträgliche Einwände sind dann nicht mehr möglich. Unterschreiben die Gesellschafter das Protokoll nicht, haben die Gesellschafter einen Monat Zeit, Einwendungen geben das Protokoll zu erheben. Nach Ablauf der Monatsfrist gilt das Protokoll als bestätigt. Die Feststellung der Beschlüsse erfolgt durch den Versammlungsleiter.